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Inthronisierung von Patriarch Irinej erst im Herbst

(BELGRAD) Der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat heute mitgeteilt, dass die feierliche Inthronisierung des neuen Serbischen Patriarchen Irinej (Gavrilovic) im Patriarchatskloster von Pec im Kosovo-Metohija erst im Herbst stattfinden werde. Zuvor war der 25. April als Datum der Feierlichkeiten vorgesehen. Das genaue Datum der Inthroniesierung wurde nicht mitgeteilt.


Patriarch Irinej in Belgrad inthronisiert

(BELGRAD) Am vergangenen Samstag wurde der am Freitag gewählte Patriarch Irinej (Gavrilovic), das 45. Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), in der alten Belgrader Kathedrale feierlich inthronisiert. Anwesend waren neben den Würdenträgern der SOK auch Vertreter anderer Religionen, unter anderem der apostolische Nuntius Orlando Antonini und der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar. Ranghohe Regierungsmitglieder mit Premierminister Mirko Cvetkovic an der Spitze sowie die nunmehr in Belgrad residierende Königsfamilie Karadjordjevic nahmen auch an der Feier teil.


Wahlkonzil der SOK

(BELGRAD) Als die Glocken der Belgrader Kathedrale heute um 14.20 geläutet haben, war dies das Zeichen, dass das neue Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche gewählt worden ist.
Der neue Patriarch Irinej Gavrilovic (79), der bisherige Bischof von Nis, war vom Wahlkonzil der SOK im vierten Gang gewählt worden. Es waren neben Bischof Irinej von Nis noch zwei weitere Kandidaten für das Patriarchenamt von den Bischöfen gewählt worden: Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa. Die endgültige Entscheidung wurde durch das „apostolische Los“ gefällt, wie es Bischof Irinej von Backa, der Leiter des Informationsdienstes der SOK formulierte. Den Umschlag mit den Namen von Bischof Irinej von Nis zog der Archimandrit Gavrilo aus Kloster Lepavina in Kroatien. Den Namen des neuen Patriarchen las Bischof Lavrentije von Sabac, der amtsälteste Bischof der SOK. (...)



Bischof Irinej von Niš zum Serbischen Patriarchen gewählt

(BELGRAD) Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) hat seit heute ein neues Oberhaupt, das 45 seit dem Hl. Sava (12.-13. Jh.): Zum Serbischen Patriarchen wurde vom Wahlkonzil der 80-jährige Bischof Irinej (Gavrilovic) von Nis gewählt. Der neue Patriarch soll schon am Sonntag in der Belgrader Kathedrale inthronisiert werden. Sein vollständiger Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch.  



Aus der Heimat

(BELGRAD) In der serbischen Hauptstadt findet vom 26. Dezember 2009 bis zum 3. Januar 2010 die zweite Weihnachtsmesse im Rahmen der so genannten „Begegnungen zu Weihnachten und Epiphanias“ statt. Den Segen für die Messe, die in den Räumen des Kaufhauses „Kluz“ (Masarikova 4, 11000 Belgrad) stattfinden wird, gab der patriarchale Stellvertreter, Metropolit Amfilohije von Montenegro.
Die Weihnachtsmesse wird dem Leben und den Worten des kürzlich verstorbenen Serbischen Patriarchen Pavle I. gewidmet sein. Aussteller sind u.a. Herausgeber der orthodoxen Literatur und der Publikationen auf dem Gebiet der serbischen Tradition und Geschichte. Darüber hinaus nehmen Kloster- und Ikonenmalerwerkstätten an der Messe Teil sowie andere Unternehmen, die in ihrer Arbeit mit der Kirche verbunden sind oder sich der Wahrung der serbischen Volkstradition verpflichtet fühlen. Außerdem sind im Rahmen der Weihnachtsmesse Vorträge und Gespräche mit orthodoxen Geistlichen sowie Ausstellungen und Buchvorstellungen geplant. Anmeldungen können über die e-Mail-Adresse izdavackifond@spc.rs erfolgen.



Aus der Diözese Mitteleuropa

(Hildesheim) Aus Anlass der Entschlafung von Patriarch Pavle I. haben am Donnerstag vergangener Woche, zeitgleich mit der Trauerfeier für den Patriarchen in Belgrad in den Kirchen der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa „Trauerliturgien“ und Gedenkgottesdienste stattgefunden. Bischof Konstantin selbst war nach Belgrad gereist, um an der dortigen Trauerfeier persönlich teilzunehmen.


Gedenkgottesdienste für Patriarch Pavle. Patriarchenwahl am 22. Januar

(BELGRAD) Nach der am Donnerstag vergangener Woche stattgefundenen Trauerfeier und dem Begräbnis von Patriarch Pavle I. hat der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) entschieden, dass am 24. Dezember in der großen Hl.-Sava-Kathedrale in Belgrad eine „Trauerliturgie“ und eine Totenandacht für den Patriarchen stattfinden soll. Die Liturgie wird um 9 Uhr beginnen, die Totenandacht im Anschluss daran, um etwa 11 Uhr. Danach wird auf dem Grab des Patriarchen im Kloster Rakovica im Süden Belgrads ein kleiner Gedenkgottestdienst
stattfinden.



Ein Flug in Stille und Bescheidenheit. Erinnerung an Patriarch Pavle I.

Eine persönliche Erinnerung an den verstorbenen Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche, Pavle I., von Tihomir Popovic:

An jenem 1. Juni 2000 war alles ungewöhnlich. Der Serbische Patriarch Pavle I., ein Mensch von denkbar bescheidener Ausstrahlung und monastischer Lebensweise, sollte gerade an einem Tag nach Hannover kommen, an dem in derselben Stadt auch die Eröffnung der Weltausstellung stattfand. Und dann sollte dieser stille Mensch, der in Belgrad am liebsten zu Fuß ging, zur Kirche auch noch mit einem Hubschrauber fliegen, da auf den Straßen Hannovers wegen der EXPO-Eröffnung erhöhte Staugefahr herrschte.




SOK AKTUELL
Informationsdienst der

Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa

15. November 2009

„Menschen, die ein ganzes Volk verbinden“. Patriarch Pavle verstorben

(BELGRAD) Der Serbische Patriarch Pavle I. ist heute um 10.45 in Belgrad gestorben. Er befand sich seit 2007 wegen Krankheit in einem Belgrader Krankenhaus. In Serbien hat die Regierung aus Anlass des Todes von Patriarch Pavle I. drei Tage Trauer angeordnet. Die Reaktion auf den Tod des Patriarchen in Serbien wurde am deutlichsten durch Staatschef Boris Tadic (DS, Demokratische Partei) zum Ausdruck gebracht: „Es gibt Menschen, die schon durch Ihre Existenz ein ganzes Volk verbinden. So war Patriarch Pavle“, sagte Tadic. „Sein Weggang ist mein persönlicher Verlust“, fügte der Präsident hinzu.
Patriarch Pavle, das 44. Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) gerechnet vom Hl. Sava (12.-13. Jh.), wurde am 11. September 1914 im Dorf Kucanci in Slawonien (heute in der Republik Kroatien) geboren. Sein weltlicher Name lautete Gojko Stojcevic.
Die Grundschule absolvierte der künftige Patriarch in seinem Geburtsort, die niedere Stufe des Gymnasiums im bosnischen Tuzla und die Oberstufe in Belgrad. Die sechs Jahre dauernde Priesterseminar-Ausbildung absolvierte er 1936 in Sarajevo.
Im Jahre 1954 wurde Gojko Stojcevic zum Priestermönch Pavle. Danach verbrachte er zwei Jahre in Athen, wo er an der Theologischen Fakultät Studien zum Neuen Testament und Liturgik betrieb. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er 1957 zum Bischof von Raszien-Prizren gewählt. Seine Diözese umfasste das gesamte Gebiet von Kosovo-Metohija. In den 33 Jahren seiner Amtszeit als Bischof von Raszien-Prizren ließ er alte Kirchen renovieren und förderte den Bau neuer Gotteshäuser. Auch kümmerte er sich um das Priesterseminar in Prizren.


 


 


 

 

 

 

 

 




 

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